Senator Rabe besucht Kinderkrebs-Zentrum Hamburg am UKE

Unser digitales Schulprojekt „Karlsson“ wird ausgeweitet: Damit künftig noch mehr krebskranke Kinder als bislang während ihrer Behandlung am Schulunterricht teilnehmen können, werden künftig acht statt bislang drei Avatare eingesetzt. Außerdem unterstützt die Behörde für Schule und Berufsbildung der Freien und Hansestadt Hamburg mit dem Bildungs- und Beratungszentrum (BBZ) nun unser digitales Förderprojekt.

Zum gemeinsamen Projektstart besuchte der Schulsenator das Kinderkrebs-Zentrum und nahm sich Zeit, um mit den Beteiligten über Projektstand und Erfahrungen zu sprechen.

„Die Verantwortung der Schule und der Schulbehörde für gutes Lernen und ein gelungenes soziales Miteinander macht nicht an der Krankenhaustür halt. Ich bin fest davon überzeugt, dass es Schülerinnen und Schülern Mut macht, wenn sie trotz schwerer Krankheiten so gut es geht am normalen Schulleben teilnehmen können. Das verbessert nicht nur die Bildung, sondern stärkt auch die sozialen Kontakte und damit den Heilungsprozess. Um das zu erreichen, sind wir bereit auch ungewöhnliche und neue Wege zu gehen. Deswegen freue ich mich, dass die Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V. und das UKE dieses wundervolle Projekt ins Leben gerufen haben, das Kindern mit chronischen Erkrankungen eine Teilhabe am Unterricht ermöglicht“, betonte Schulsenator Ties Rabe im Gespräch.

„Das digitale Schulprojekt ‚Karlsson‘ ist ein weiteres wichtiges Begleitangebot im Rahmen einer optimalen Patientenversorgung im Kinder-UKE. Wir sind froh über das langanhaltende Engagement der Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V. und freuen uns, dass das Bildungs- und Beratungszentrum das Projekt künftig unterstützt“, erklärte Joachim Prölß, Direktor für Patienten- und Pflegemanagement und Vorstandsmitglied des UKE.

Über „Karlsson – das digitale Schulprojekt“

In Kooperation mit der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie (PHO) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) ermöglichen wir jungen Krebspatienten vom Krankenbett aus die Teilnahme am Unterricht mittels Telepräsenzrobotern. Diese sog. Avatare übertragen den Unterricht und das Klassengeschehen via Internet und ermöglichen den erkrankten Kindern so die Teilnahme vom Krankenbett. Ziel des Schulprojektes ist es, mit der frühzeitigen, digitalen Reintegration den Therapieerfolg zu fördern, soziale Isolation zu durchbrechen und Einsamkeit vorzubeugen. Denn nicht nur die gesundheitlichen Probleme belasten die jungen Patienten, viele haben Angst, den sozialen Anschluss an die Schule zu verpassen und nicht mehr Teil der Klassengemeinschaft zu sein. Das Projekt wird durch Spendengelder finanziert und nun gemeinsam mit der Behörde für Schule und Berufsbildung umgesetzt.